Alle Installationen

Brixen Water Light Festival

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Sophie Guyot
Maison Flux, 2012

Brixen / Lido

Ein Haus, so wird die Einrichtung aussehen. Aber eine etwas andere Art von Haus: aus pflanzlichen lichtstreuenden Barrieren. Es ist organisch, schlängelt sich wie Bäume und Pflanzen und ist gleichzeitig urban und besteht aus industriellen und alltäglichen Elementen.

Von verschiedenen Stellen der Installation gehen Geräusche aus. Geräusche wie Kiefergeräusche, nicht wahrnehmbare Atemzüge, Onomatopoesien, undefinierbares Gemurmel, so dass das Haus lebendig und mit Sprache ausgestattet erscheint.

Die so definierten Räume können als unwahrscheinliche Zimmer oder schützende und geheimnisvolle Zellen betrachtet werden, die das Publikum willkommen heißen und es mit ihrer beunruhigenden Fremdheit einhüllen. Auf halbem Weg zwischen einem Hotel und einer futuristischen Bahnhofshalle lädt der Ort zum Ausruhen, Flanieren, Träumen und Erleben unerwarteter Gefühle ein. Es ist eine Reflexion über den Lebensraum und das menschliche Biotop im Allgemeinen und gleichzeitig eine intensive und bezaubernde sensorische Erfahrung.

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Leonid Tishkov
PRIVATE MOON, 2003-2022

Brixen / Lido

Private Moon ist eine mobile Lichtinstallation und ein visuelles Gedicht, das die Geschichte eines Mannes erzählt, der sich in den Mond verliebt und für den Rest seines Lebens bei ihm bleibt. Er kümmert sich im Traum um dieses himmlische Wesen und wird selbst zu einer mythologischen Gestalt, die die Grenze zwischen den beiden Welten überschreitet und in der realen Welt wie in einem Märchen lebt. Leonid Tishkov hat seinen Mond seit 2003 auf eine Reise um die Welt mitgenommen, die ihn durch Russland, die USA, Neuseeland, Japan, Singapur, Taiwan, Österreich, Frankreich, Deutschland, China, die Ukraine, die Arktis und darüber hinaus geführt hat. Anfang dieses Jahres war Private Moon in Leeuwarden (Niederlande) zu sehen, und nun wurde die Installation mit Unterstützung des Media Art Festivals Friesland nach Brixen verlegt.

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Alessandro Lupi
Fragments of Reality, 2022

Brixen / Bahnhof

Fragments of Reality ist eine nachhaltige Installation, die ohne Strom funktioniert. Die Technik besteht aus kleinen Spiegeln, die vom Wind bewegt werden, um die Umgebung, das natürliche Licht am Tag und das künstliche Licht von Lampen oder Mondlicht in der Nacht zu reflektieren. Außerdem ändert sich diese Art von Arbeit jedes Mal, je nach Blickwinkel, Wind und Tageszeit. Dieses Werk regt die Fantasie an und lässt verschiedene Interpretationen zu, indem es den Begriff der Wahrnehmung erforscht: das Sichtbare und das Unsichtbare, die Reflexion des Lichts und den Geist. Die Spiegelungen können als Vogelschwärme, Fischschulen oder Staub durch einen Lichtstrahl gelesen werden.

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Refik Anadol
Bosphorus, 2018

Brixen / Brixen Tourismus

Die Beziehung zwischen Simulation, Realität und dem Streben nach Verständnis ist weitgehend reflexiv. In den Geschichten, die wir erzählen, und in den Welten, die wir bauen, konstruieren wir immer wieder Spiegel, die Meditationen über unsere Identität anbieten und gleichzeitig ein Teil der Natur selbst werden. Wie Philip K. Dick sagt: "Die Realität ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört, an sie zu glauben. Eine Simulation ist das, was nicht aufhört, wenn die Geschichten verschwinden. Die Geschichten sind unserem menschlichen Wunsch nach einer Lösung gegenüber verantwortlich, aber eine Simulation ist nur ihren eigenen Gesetzen und Initialisierungsbedingungen gegenüber verantwortlich. Eine Simulation hat keine Moral, keine Vorurteile und keine Bedeutung. Wie die Natur, so ist sie einfach."

Der Bosphorus ist eine Datenskulptur, die von den Hochfrequenz-Radardatensammlungen des Marmarameeres inspiriert wurde, die vom staatlichen türkischen Wetterdienst in Abständen von 30 Minuten bereitgestellt werden. Die Datenerfassung der 30 Tage langen Meeresoberflächenaktivität wurde in ein poetisches Erlebnis verwandelt.

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Kuno Prey
Unsichtbare Mauer, 2022

Brixen / Kreuzgasse

Diese " Wand " mit einem Gewicht von 6,4 Tonnen stellt die Ansammlung von Kunststoffabfällen von etwa 8 Tagen im Bezirk Brixen dar. Ein Großteil des weltweit produzierten Kunststoffs landet jedoch in Wasserläufen und im Meer, wo ihn die Wellenbewegung und Sonneneinstrahlung in immer kleinere Teile zerfallen lassen. In Form von Mikroplastik gelangt er schlussendlich in die Nahrungskette mit unvorhersehbaren Folgen für Mensch und Tier; Mikroplastik wurde inzwischen auch auf unseren Gletschern gefunden…

Leider ist diese "Wand" in der freien Natur unsichtbar; nicht wahrnehmbar verändert sie unsere Existenz für immer. Kunststoff ist ein Material, mit dem unsere Gesellschaft leider noch nicht gelernt hat, verantwortungsvoll umzugehen. Geschirr, Verpackungen, Tüten, Strohhalme, Lebensmittelfolien und viele andere Plastikprodukte stehen für Fortschritt und Bequemlichkeit unserer Konsumgesellschaft; es reicht aber nicht aus, Plastik zu den Sammelstellen zu bringen; wir müssen seinen Konsum dringend reduzieren

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Ivo Schoofs & Pepe Heijnen (Kinetic Humor)
Inverse Frequency, 2022

Brixen/ Herrengarten

Inverse Frequency ist eine interaktive Installation der niederländischen Künstler Ivo Schoofs und Pepe Heijnen (Kinetic Humor) und lädt die Besucher*innen dazu ein, sich mit dem Thema des Klimawandels auseinanderzusetzen.

Eine Kuppel aus blauen Ballons erstreckt sich über den Herrengarten und findet ihren Mittelpunkt über dem Brunnen des Parks und stellt den Wasseranstieg der Ozeane dar.

Die vier Wasserdüsen, die in den Brunnen spritzen, vibrieren in einer ganz bestimmten Frequenz. Das Wasser selbst wird mit stroboskopischem Licht knapp ober – bzw. unterhalb der Frequenz der Wassertropfen angestrahlt. Dies hat eine optische Täuschung zur Folge: Je nach Lichtfrequenz scheint das Wasser nach oben bzw. nach unten zu laufen. Oder es steht sogar still!

Die Steuerung der Lichtfrequenz erfolgt über einem Rad neben dem Brunnen der von den Besucher*innen gesteuert werden kann. Sie werden selbst zum Entscheidungsträger*innen über die Zukunft des Klimawandels. Kannst du den Anstieg des Wassers aufhalten?

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Alessandro Lupi
Dialogue, 2022

Brixen / Hofburggraben

Dialogue ist eine ortsspezifische, fiktive Installation, die mit dem Wassergraben rund um die Hofburg spielt und gleichzeitig eine Illusion von neuen Räumen schafft.

Drei dreidimensionale fluoreszierende Formen bewegen sich im Wasser und bilden somit immer neue Figuren, die sich auf der Wasseroberfläche spiegeln und miteinander in einen Dialog treten. Der Wassergraben wird zu einer neuen Raumdimension, die durch die rhythmischen Bewegungen der Formen und durch einen künstlich geschaffenen Wellengang immer wieder neue Einsichten ermöglicht.

Dialogue ist eine Arbeit, die auf die Subjektivität von Raum und Zeit verweist und darauf, dass alles miteinander verbunden ist. Die Wasseroberfläche wird hier zu einem Spiegel, der zwei Welten voneinander trennt, Bewusstsein und Unterbewusstsein verschmelzen hier zu einer Einheit, die nicht immer klar zu unterscheiden ist.

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Petra Polli
The Right to Choose, 2022

Brixen / Innenhof Hofburg

Die Installation besteht aus mehreren Baumwollbahnen, die wie Stoffe in Färbereien zum Trocknen aufgehängt sind. Auf diesen naturbelassenen Baumwollbahnen ist eine Videoprojektion zu sehen, die einen Fluss in der neuen Trendfarbe zeigt. Die Textilindustrie verschlingt große Mengen an Wasser und belastet die Umwelt. Vor allem bei der Textilveredelung ist die Wasserverschmutzung eine große Herausforderung. Giftige Gerbschlämme und Färbereirückstände aus der Textilindustrie gelangen vielerorts ungefiltert in die Flüsse, so dass bereits an der Farbe der Flüsse die neue Trendfarbe der kommenden Saison erkennbar ist. Die Folge: Millionen Menschen haben kein sauberes Trinkwasser und sind von Krankheit gezeichnet. Seit Jahren bestimmen Schlagworte wie “Geiz ist geil” und “Fast Fashion” unser Kaufverhalten. Kollektionen ändern sich in kurzer Zeit und verführen uns mit niedrigen Preisen. Welchen Beitrag ist jeder Einzelne bereit zu leisten?

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Emmanuel Feliu
Storia corta di una goccia, 2022

Nach der Vorlage des gleichnamigen Buches von Beatrice Alemagna, 2004
Brixen / Brunogasse - Stadtbibliothek

Storia corta di una goccia erzählt anhand verschiedener Bild- und Textpassagen die Geschichte eines Wassertropfens, von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Die von der Autorin verwendete Sprache ist einfach und zeichnet sich durch kurze, prägnante Sätze aus. Die Bildsprache ist bunt und besteht hauptsächlich aus geometrischen Formen. Wirklichkeit und Traum vereinen sich zu einer kurzen Geschichte zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Emmanuel Feliu hat die Bilder des Buches animiert und zum Leben erweckt.

 

 

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Peter Aerschmann
H2O, 2022

Brixen / Hartwigplatz

Die Projektion H2O zeigt ein komplexes Rohrsystem mit Wasser und allerlei bunten chemischen Reaktionen. Was im ersten Moment als große, lustige Simulation einer Chemie - Fabrik erscheint, verweist auf eines der größten Probleme unserer Zeit: Wasser wird immer knapper, wird zunehmend privatisiert und kommerzialisiert. Gleichzeitig ist unser Trinkwasser mit diversen Giftstoffen verschmutzt, etwa mit Pestiziden aus der Landwirtschaft oder Chemikalien aus der Industrie. Die Gifte, die in der realen Welt oft unsichtbar bleiben, werden im Video zum zentralen Gestaltungselement.

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Kari Kola
Sounds of the River, 2022

Brixen / Widmannbrücke

Die Installation „Sounds of the River“ ist in Absprache mit dem Lichtkünstler Kari Kola nach dem Internationalen Tag des Lichts abgeschaltet worden.

Auf der Homepage des finnischen Künstlers Kari Kola liest man I am a light artist, ein Künstler des Lichtes also, der den Malpinsel durch Licht ersetzt hat und der dank modernster Technik Gemälde erschafft, welche seinesgleichen suchen. So wurde die Leinwand längst durch Luft, Wasser, Wiesen und Wälder ersetzt. Das Bild, welches sich uns präsentiert spricht für sich und ist eine perfekte Symbiose zwischen der Natur und dem Licht. Sounds of the River ist eine Installation, in der zwei Flüsse mit Hilfe von blauen Lichtstrahlen zu einem verschmolzen werden, der die Form einer imaginären, in der Luft schwebenden Insel bildet. Die Elemente Wasser und Luft sind immer präsent und miteinander verbunden. Der Künstler verwendet ein hohes Lichtelement in der Luft und schafft so ein atmosphärisches Kunstwerk, das dem gesamten Gebiet, das als Ort des Zusammentreffens der beiden Flüsse gekennzeichnet ist, eine besondere Atmosphäre verleiht. Die Klanglandschaft der Installation wird mit Hilfe von Unterwassermikrofonen aus beiden Flüssen erzeugt.

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LNLO by Helen Eastwood & Laurent Brun
Wish blow, 2018

Brixen / Rappanlagen

Schließen Sie die Augen, wünschen Sie sich etwas... und blasen Sie von ganzem Herzen! 15 wunderschöne farbige Kugeln schweben über dem Boden und verwandeln die Rappanlagen in ein Feld aus funkelnden Blasen, die aufleuchten, wenn Sie auf sie blasen. LNLO glaubt an die magischen Kräfte des positiven Denkens: sich etwas wünschen, einen Traum haben, ist schon eine halbe Wirklichkeit! Der Wunschblasen symbolisiert die Kraft unserer Hoffnungen und Träume. Je länger Sie blasen, desto aufrichtiger und überzeugter sind Ihre Hoffnungen, desto weiter reist das Licht... und desto größer ist die Chance, dass Ihr Wunsch in Erfüllung geht!

Sind Ihre Hoffnung und Willenskraft stark genug, um alle 15 Kugeln zu beleuchten?

 

 

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Philipp Messner
Erosions, 2022

Brixen / Stufels

Wasser ist der Hauptbestandteil unseres Körpers, am stärksten empfinden wir das Bedürfnis nach Flüssigkeit im Mund an der Zunge. Sie ist die Schnittstelle zwischen dem Außen und dem Innen und nimmt somit auch eine Doppelfunktion als „Empfänger“ und „Absender“ von Flüssigkeit ein.

Gegenwärtig kann man das Thema Wasser nicht mehr von Klimafragen trennen und trotz der Konsequenzen, die die Erderwärmung mit sich bringt, bleibt das Thema für die meisten von uns abstrakt.  Die Vorstellung von Durst kennt jeder und berührt den Menschen unmittelbar in seinem Überlebensinstinkt. Durst hat keine Außenwirkung, dieses Bedürfnis spielt sich im Inneren des Menschen ab und beeinflusst ihn physisch und psychisch.

Philipp Messner inszeniert in seiner Arbeit die Zungen als eigenständige Wesen und macht diese somit zu Objekten der Reflektion: ein normalerweise nach innen gewandtem Raum wird nach außen gestülpt und an einem öffentlichen Platz zur Schau gestellt.

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Stefano Cagol
The Global Warning; Il tempo della fusione glaciale, 2019-2022

Brixen / Adlerbrücke

Die Alpen erwärmen sich stärker als andere Gebiete der Erde. Diese Veränderung wirkt sich auf das Verschwinden der Gletscher, auf die Wasserverfügbarkeit und auf das Leben in den verschiedenen Höhenlagen aus. Die Gefahr liegt direkt vor unseren Augen, auch wenn wir sie nicht wahrnehmen wollen und erst dann über die Auswirkungen von Klima und Natur nachdenken, wenn sie sich auf zerstörerische Weise manifestieren. Der Künstler Stefano Cagol fordert uns auf, über das komplexe Mosaik von Ursachen und Wirkungen nachzudenken, welches das Bild des Klimawandels zeichnet und ein unaufhaltsames Signal der Gefahr aussendet, das niemanden verschont. Seine Arbeit The Global Warning, entsteht durch ein bitteres Wortspiel der Begriffe "warming" (Erwärmung) und "warning" (Warnung).

Die symbolische Lichtwirkung des Alarms wird durch eine Audioinstallation ergänzt, welche elektromagnetische Frequenzen der Sonne und der Gletscherschmelze in Tonsequenzen übersetzt und wiedergibt. "The Global Warning" wurde im Sommer 2019 erarbeitet. In der Zeit aufgehoben, erhält sie nun eine zusätzliche Bedeutung: Die globale Warnung spornt uns an, eine bessere Zukunft zu schaffen.

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BÅLL & BRAND
The Ice Is Melting at the Pøules, 2020

Brixen / St. Michael Brunnen

The Ice is Melting at the Pøules ist Teil des Gesamtkunstprojektes wearemelting.art. Es besteht aus einer sich ständig verändernden, analogen und organischen Projektion. Diese wird sichtbar durch das Licht, das durch geschlossene, rotierende Glasscheiben scheint. Diese Scheiben enthalten echtes Schmelzwasser einer Eisschicht aus Grönland, blauen Farbstoff von gefährdeten Kornblumen und Rohöl aus einem Ölfeld der USA. Die Unverträglichkeit der verwendeten Materialien steht metaphorisch für die Ölgewinnung und den damit zusammenhängenden Problemen hinsichtlich der globalen Erderwärmung.

Die Arbeit The Ice is Melting at the Pøules erzählt von den 13 Millionen Litern Eis, die jede Sekunde schmelzen.

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Olab
W A V E, 2022

Brixen / Große Lauben

Wasser- Acqua – Vida - Eau

Wie wichtig ist Wasser in unserem Leben?

Wie wichtig ist Wasser für unsere Welt?

Diese existenziellen Fragen veranlassten die Künstler, die abstrakte Lichtskulptur W A V E für die Großen Lauben zu schaffen. Durch ihre Mehrsprachigkeit gelingt es ihr die die transversale Beschäftigung mit dem Wasser für uns alle zu illustrieren.

Es zeigt, wie Wasser fließt, universell, transparent und immer da.

Jeder wird in dieses Licht getaucht, so wie wir alle im Mutterleib waren. Alle sind gleich, und dann, gehen wir hinaus, verlassen die Straße und gehen in die Welt, werden neu geboren.

Die Skulptur beeinflusst unsere Wahrnehmung auf die Welt und lässt den Blick auf den Berg durch seine Segmente zu.

Lassen wir es rein.

Lasst uns das mit allen teilen.

Schützen wir es, wie es uns schützt.

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Arnold Mario dall’O, unterstützt von Christian Schwienbacher,
The Art of Love, 2022

Brixen / Großer Graben

Zwei Sprinkler tanzen um die eigene Achse, spritzen Wasser, versinken im Nebelregen und beginnen das Spiel immer wieder von Neuem. Jede Viertelstunde erwachen die Sprinkler und beginnen das Liebesspiel dessen Ausgang ungewiss, jedoch voll von Leidenschaft ist.

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Ocubo
Floating Stars, 2022

Brixen / Großer Graben - Raiffeisengebäude

Floating Stars ist eine partizipative Installation, die durch die Interaktion mit dem Publikum einem ständigen Wandel unterzogen ist, sich kontinuierlich verändert und wächst. In einem Wasserbecken haben Besucher*innen die Möglichkeit Teelichter treiben zu lassen, welche Wünsche oder Gedanken beinhalten.

Die Wasseroberfläche und die Teelichter werden gefilmt und in Echtzeit auf die gegenüberliegende Hausfassade projiziert. Die Arbeit verbindet analoge und digitale Techniken miteinander. Die Installation wird durch eine Komposition des portugiesischen Musikers Luís Cília umrahmt.

Das Becken ist eine Metapher für den Himmel, die Lichter stehen stellvertretend für die Sterne.

Wir alle sind Teil des Universums und als solche miteinander verbunden. Die Installation ruft dazu auf, sich am Projekt zu beteiligen und somit in Verbindung mit dem jeweils anderen zu treten, jeder ist Teil eines Ganzen.

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Romain Tardy
The Source, 2021/22

Romain Tardy, visual artist and creative director - Antoine Bertin, Sound artist - Martin Pirson, artist assistant
Brixen / Alois Pupp Park

The Source ist eine immersive Licht- und Klanginstallation, bestehend aus zwei Teilen.

Die erste Phase führte das Künstlerkollektiv zu den Wasserquellen, die die Altstadt von Brixen speisen. In verschiedenen Begehungen haben die Künstler Wasserläufe und Quellen gefilmt und verschiedene Tonaufnahme eingefangen. Die Aufnahmen stellten dann die Grundlage für die eigentliche Arbeit dar. Wasserbewegungen, Lichtreflexionen und die Geräusche des Wassers wurden in einem zweiten Moment analysiert und in Licht übersetzt. Das Resultat ist eine atmosphärische Licht- und Klangkomposition, die die räumliche Trennung zwischen Brunnen und Quelle aufhebt. Das Licht- und Klangmuster rund um den Brunnen nimmt das Publikum mit auf eine Reise, die an die wertvolle natürliche Ressource Wasser erinnert und ihren Ursprung in den Mittelpunkt des Werkes stellt.

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Clemens Rudolph (Antrilope)
Wasserhahn und Brausehenne, 2022

Brixen /Alte Marktgasse

Die Arbeit von Clemens Rudolph ist im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Brixen und der Stadt Regensburg entstanden. Sie versteht sich als surreale, fantasievolle Reise hinter die Fassade des Gebäudes. Was anfangs als flacher Blick hinter die Kulissen anmutet, entpuppt sich bald schon als eine Fahrt in eine neue Welt. Architektonische Elemente, einzelne Bauteile und Bestandteile der Hausmembrane werden durch das Wasser zum Leben erweckt und entwickeln neue Dynamiken, Formen und Funktionen. Das Wasser versteht sich hier als zentrales Element der Reise und Ursprung der Transformation.

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Massimo Uberti
Battistero d’oro, 2022

Brixen/Hotel Elephant

Der italienische Künstler Massimo Uberti baut auf die unübliche siebeneckige Grundstruktur des Brunnens, ein oktogonales Gebäude, welches in seiner Form und Gestalt, an die typischen Taufkapellen, den sogenannten Baptisterien erinnert. Er setzt somit einen ausgleichenden Kontrapunkt zur unüblichen Struktur des Baus und verleiht dem bestehenden Brunnen eine neue Form und Funktion. Das filigrane Konstrukt besteht aus feinen, in Gold gefärbten Metallröhren. Fenster und Türen der Taufkapelle bestehen aus gebogenen Neonröhren.

Mit „Battistero d’oro“ schlägt Uberti eine Brücke zu einer christlichen Tradition, welche vor allem in Italien sehr verbreitet war und den Taufkapellen große Wichtigkeit einräumte. Dem achteckigen Grundrisse der Taufkapellen, liegt ein eschatologischer Gedanke zugrunde: Am ersten Tag der Woche (Sonntag) stand Christus von den Toten auf, und so wurde der ursprünglich erste Schöpfungstag als achter Tag und Tag der Neuschöpfung betrachtet.

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Spectaculaires
Baobab Trees, 2022

Brixen / Säbener Tor

Baobabs sind monumentale und denkwürdige Bäume, die hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent zu finden sind. Ihre Silhouette ist mit keiner anderen auf der Welt vergleichbar und ihre Haut ähnelt der von Elefanten. Affenbrotbäume sind wahre "Wassertürme", die in Regionen mit großer Hitze überleben. Seit Jahrhunderten haben die Menschen gelernt, mit ihnen zu leben. Als Kunstwerk im Rahmen des Festivals werden sie ihre Beziehung zum Wasser und zum Menschen bezeugen, indem sie direkt auf die Fassaden der Häuser projiziert werden. Wolken werden sich langsam zwischen den Affenbrotbäumen bewegen und Vögel werden von einem Baum zum anderen fliegen.

Die Kompositionen der Bäume sind von den Fotos von Pascal Lemaître (Stiftung Y Rocher) inspiriert.

Komposition und ursprüngliche Idee: Benoît Quero

Kreatives Team: Les Allumeurs d'Images

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Detlef Hartung & Georg Trenz
Panta rhei, 2022

Brixen / Erhardskirche

Nach Heraklits Flusslehre ist die primäre Welterfahrung ein fortwährender Stoff- und Formwechsel: „Wer in denselben Fluss steigt, dem fließt anderes und wieder anderes Wasser zu. Man kann nicht zwei Mal in denselben Fluss steigen.“ Die Flusslehre ist im Zusammenhang mit Heraklits Lehre von der Einheit aller Dinge zu verstehen. Das Sein ist ein ewiges Werden und Wandeln. Als Metapher dafür steht das fließende Wasser. Mitten im Strom der Festivalbesucher umspülen Fluss-Wörter und -Zitate die Fassade von St. Erhard und verwandeln die statische Architektur mit typografischen Mitteln in ein bewegtes Zeichen.

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Spectaculaires
Colours of the Cathedral, 2022

Brixen / Domplatz

In der Geschichte werden Farben seit langem als Symbole verwendet, um Bedeutung zu vermitteln und Kunstwerke aufzuwerten. Der Brixner Dom wurde zunächst in gelben und später in blaugrauen Tönen bemalt, wie das in den letzten Jahren in den Archiven der Hofburg gefundene Gemälde beweist. Die Projektion auf dem Dom nimmt uns mit auf eine Reise durch die Farben der Kathedrale - Grautöne, Grüntöne und Blautöne, die an die Farben des Wassers erinnern, welches die Stadt umgibt. Es handelt sich um eine allmähliche Entwicklung des Lichtzustands, vergleichbar mit einem langsamen und unaufhaltsamen Übergang vom Tag zur Nacht. Die Kathedrale lebt nicht für sich allein. Es ist auch der Mittelpunkt des Platzes, der ihren Namen trägt - deshalb wird der gesamte Platz beleuchtet, um die Erhabenheit des Ortes und seines Herzstücks, der Kathedrale, zum Ausdruck zu bringen.

Komposition und ursprüngliche Idee: Werner Zanotti und Benoît Quero

Kreatives Team: Les Allumeurs d'images

Ton: Orel

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Water Light Festival Franzensfeste

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Kari Kola,
Images, 2022

Festung Franzensfeste

Die Festung Franzensfeste ist die größte historische Anlage Südtirols und liegt direkt an einem Fluss. Genau hier präsentiert der Künstler eine weitere Installation. Sie dient dem Künstler als große Inspiration und als Verbindung zu dem Projekt Sounds of the River, das in der Stadt Brixen zu sehen ist. Die Installation basiert auf sehr langsam wechselnden Farben, die den gesamten Bereich verändern werden. Es werden verschiedene Schichten der Festung verwendet, die einen starken Kontrast dazu bilden, wie die Festung bei Tag aussieht und wahrgenommen wird. Ein Ort, der die Inspiration des Künstlers mit seiner Geschichte als militärische Festung, die nicht mehr genutzt wurde und ihre Funktion änderte, um ein Ort für Kunst und Ausstellungen zu werden, entfachte. Das Ziel des Künstlers ist es daher, abstrakte, malerische Bilder zu schaffen, die die vielfältige Geschichte des Ortes widerspiegeln.

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Vincenzo Marsiglia
Senses and Spaces

Eine Ausstellung im Rahmen von Water Light Festival Brixen ©
in Zusammenarbeit mit der Boesso Art Gallery
Festung Franzensfeste

Vincenzo Marsiglia (Soncino bei Cremona, Italien), der sich vorwiegend im Bereich der digitalen und interaktiven Kunst einen Namen in und außerhalb Italiens gemacht hat, ist im Rahmen des Water Light Festival Brixen 2022 mit der Ausstellung Senses and Spaces in der Festung Franzensfeste zu Gast. Die Ausstellung umfasst aktuelle Werke des Künstlers, die er im Dialog mit den Räumlichkeiten der Festung neu adaptiert, einige entstanden speziell für den Ort. Die charakteristischen Elemente im Werk des Künstlers, der vierzackige Stern, dessen prägnante Geometrie und Form zum Markenzeichen von Marsiglia geworden sind, sowie die Interaktion mit dem Publikum ziehen sich durch alle Arbeiten der Kunstschau. Durch die Lichtspiele der Installationen wird die Grenze zwischen dem Innen- und Außenbereich aufgehoben, der Ausstellungsrundgang somit zu einem einzigartigen Wahrnehmungserlebnis.

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Water Light Neustift

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Brigitte Kowanz
Delight, 2008

Engelsburg Kloster Neustift

Der Arbeit «Delight» (2008) liegen zwei für Brigitte Kowanz zentrale künstlerische Gestaltungsmedien zugrunde: Licht in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen und Sprache. Dass es der Künstlerin dabei auch stets um den Wahrnehmungsprozess geht, zeigt der spielerische Umgang mit dem Begriff «Delight», der durch die Darstellung vom Betrachter zugleich als «Light» und «Delight» gelesen werden kann.

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Keith Sonnier
Expanded Willow Blatt, 2000

Engelsburg Kloster Neustift

Die «Expanded Willow Blatt»-Skulptur aus dem Jahr 2000 ist Teil der vielgestaltigen «Blatt»-Serie des Künstlers, die er in München entwickelt und dort auch erstmals präsentiert hat. Die Vorlagen für diese Serie stammen von Zeichnungen, welche Sonnier ausgehend von einheimischen Palmen in seinem Heimatstaat Louisiana angefertigt hatte.

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James Turrell
Circular Glass Series, 2020

Engelsburg Kloster Neustift

Die spektakulären Werke der «Circular Glass Serie» ermöglichen in einem alltäglichen architektonischen Umfeld eine visuelle und sensorische Erfahrung von Licht, wie sie bisher größeren Installationen des Künstlers vorbehalten war. Die Unikate dieser Serie sind verwandt mit der «Small Glass»-Serie aus dem Jahr 2016, welche große Aufmerksamkeit bei einem breiten Publikum erregt hat. Auch die «Circular Glasses» werden mittels modernster LED-Technologie individuell programmiert. Ihre physische Struktur bezieht sich auf Turrells «Shallow Space Constructions» aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren. Mit dieser Reihe setzt der Künstler seine Erforschung technologischer Möglichkeiten in Verbindung mit sensorischen Praktiken fort und lädt die Betrachtenden zu einer meditativen Erfahrung ein.

Häusler Contemporary Zürich

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