LEONARDO PANIZZA | UTOPIA: CAMPO DI POSSIBILITÀ

Vertikale

Utopia versteht Frieden nicht als stabilen Zustand, sondern als permanente Spannung. Ausgehend von Thomas Manns Idee der Utopie als notwendigem Horizont, der seine Kraft verliert, sobald er erreicht ist, begreift die Arbeit Frieden als fragile Balance, die nur durch ständige Entscheidung bestehen kann. In der Arbeit werden Konzepte aus Quantenoptik und chaotischen Lichtflüssigkeiten erfahrbar. Mikroskopische Experimente zur Wechselwirkung von Licht und Materie liefern Datensätze, die in Video, Sound und Projektionen transformiert werden. Zwei Projektionen entfalten sich über Kletter-Crashpads, zentrale Screens zeigen Visuals, die direkt durch wissenschaftliche Daten gesteuert werden, und eine abgeleitete Klangumgebung erfüllt den Raum. Im Außenbereich treffen zwei skulpturale Hände aufeinander. Ein Satz durchzieht die Installation: Solange du läufst, entscheidest du, ob du beschleunigst, um den Menschen vor dir zu schlagen, oder anhältst, um ihn zu umarmen.

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Leonardo Panizza

Italien

Leonardo Panizza (geb. 1988, Italien) ist ein interdisziplinär arbeitender Künstler und Filmemacher, der mit Video, Installation und Performer*innen arbeitet. Seine Praxis verbindet Anthropologie, Psychologie und Umweltforschung und untersucht in dokumentarischen wie experimentellen Ansätzen das Verhältnis zwischen Mensch, Landschaft und Wahrnehmung.

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