Julian Hölscher
VIVID CANVAS

Museum

Studio Julian Hölscher entwickelt Medieninstallationen und Szenografien. Ihre Arbeit entsteht aus dem Zusammenspiel der Bereiche Technik, Kunst und Design.

Das Ausgangsmaterial dieses Projection Mappings von Julian Hölscher bilden das Gemälde “Das Eismeer” von Caspar David Friedrich von 1824 sowie ausgewählte Tagebuchaufzeichnungen von Seeleuten, die vor 200 Jahren in den Polarmeeren unterwegs waren. Der Designer animiert die statische Gemälde-Reproduktion mit einer Projektion, die die verschiedenen Bildelemente neu choreografiert. Dazu entwickelte Thomas Werner einen Soundtrack, der atmosphärische Soundscapes mit eingesprochen Textausschnitten kombiniert. 

Die Installation kontextualisiert das historische Gemälde, dessen Titel im 19. Jahrhundert lautete: „Ideale Szene eines arktischen Meers, ein gescheitertes Schiff unter den sich auftürmenden Eismassen“. Diese Beschreibung macht deutlich, dass das Bild eine Erfindung Caspar David Friedrichs ist. Er hatte das Unglück eines Expeditionsschiffes in der Polarregion im Sinn, hatte er doch die Berichte von Seeleuten gelesen. Vorbild für die Eisschollen waren Beobachtungen der zugefrorenen Elbe. Diese Form der Vermischung von Ereignis und Erfindung wird heute als “Mixed Reality” bezeichnet.
 

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